Schwarzes Ungetüm und weißer Sandstrand

Eine Woche voller toller Erinnerungen

Ein riesiges U-Boot erhob sich vor unseren Schülern. Damit hatten sie nicht gerechnet. Mit Wasser, Sonne und Baguette ja, aber nicht mit diesem schwarzen Ungetüm.
Es war mal wieder so weit. 17 Jugendliche der Marion-Dönhoff-Realschule waren zu Besuch bei ihren Austauschschülern in Guidel. Begleitet wurden sie von Claudia Böll und Britta Vlaminck, den Französischlehrerinnen unserer Schule, und Lisa Marie Solbach, unserer Französischreferendarin.
Mit viel Interesse verfolgten dann unsere fünf Jungen und zwölf Mädchen beim Gegenbesuch die Ausführungen einer französischen Reiseführerin über das U-Boot und die Geschichte der U-Boot-Basis „Keroman“. Mit Fragen bombardierten unsere Jugendlichen die Frau, die vom Interesse begeistert war.
Und unsere Schüler waren durchaus in der Lage, schon viele französische Sätze ohne Übersetzung zu verstehen. Hervorragend! Uns als Lehrerinnen macht das ganz besonders stolz.
Bevor wir uns jedoch zum Besuch der U-Boot-Basis aufmachten, wurden wir am Montagmorgen vom Bürgermeister herzlich empfangen. Er betonte die Wichtigkeit des Austausches zwischen Pulheim und Guidel und sicherte genauso wie der Schulleiter unserer Partnerschule St. Jean LaSalle, Monsieur Jérôme Schreiber, die volle Unterstützung für die Zukunft zu. Wir wurden mit einem Begrüßungsgeschenk im Bürgermeisteramt verabschiedet.
Unsere Woche in Guidel war gespickt mit tollen Erlebnissen. Ein Besuch der Insel Groix mit ihren feinen weißen Sandstränden, dem türkisfarbenen Wasser, aber auch ihren verwinkelten Gassen und malerischen Orten stand ebenso auf dem Programm wie ein Bummel durch die belebte Stadt Concarneau.
Dort konnten unsere Schüler den Wochenmarkt erleben, ihre Französischkenntnisse ungebremst anwenden und wunderschöne Souvenirs ergattern. Um in das „savoir vivre“ richtig eintauchen zu können, bekamen sie die Aufgabe, ein typisches französisches Motiv zu finden und im Bild festzuhalten. Das beste Foto, eine Fotocollage von Arnaud Schädlich, wurde prämiert.
Gemeinsam mit ihren französischen Austauschpartnern ging es am Donnerstag nach Carnac. Dort staunten unsere Schüler nicht schlecht, als riesige, jahrtausende alten Hinkelsteine, die zum Teil in Reihen angeordnet sind, vor ihnen standen. Warum das so ist, kann niemand beantworten. Mit einem Bummelzug fuhren Deutsche und Franzosen gemeinsam nach La Trinité, einer faszinierenden kleinen Stadt am Meer, und mit einem Spaziergang, der uns einen wunderschönen Blick auf die Küste bot, beendeten wir unseren Besuch an diesem Ort.
Am Freitagabend trafen sich alle Austauschschüler und die Lehrerinnen, um die gelungene Woche zu feiern und auch „Au revoir“ zu sagen. Die Jugendlichen verbrachten einen wunderschönen Abend miteinander, bis sie dann am nächsten Morgen „Auf Wiedersehen“ sagen mussten. Tränen flossen, alle umarmten sich und zwei französische Schüler versprachen: „Im Sommer sehen wir uns wieder.“

Text: Frau Vlaminck